Zahnarztpraxis Dr. Kämpfe & Dr. Midderhoff

Parodontitisbehandlung

Was ist Parodontitis?

Eine Parodontitis, im Volksmund auch „Parodontose“ genannt, ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Der Zahn wird von einem Geflecht von Fasern, Blutgefäßen und Nerven in seinem Knochenfach gehalten. Kommt es aufgrund von Bakterien und Zahnstein zu einer Entzündung, löst sich der Knochen um den Zahn auf, es entsteht eine Knochen- und Zahnfleischtasche, das Zahnfleisch zieht sich zurück und der Zahn wird langsam locker und fällt  irgendwann aus.

Sind diese Taschen vorhanden, müssen sie behandelt werden. Diese Parodontitisbehandlung, die oft eben auch fälschlicherweise als Parodontosebehandlung bezeichnet wird, geschieht unter Zuhilfenahme eines speziellen Ultraschallgeräts (Cavitron©), welches schonend und atraumatisch die Zahnfleisch-Taschen reinigt und von Zahnstein und Bakterien befreit. Bei sehr tiefen Knochentaschen ist in bestimmten Fällen eine unterstützende Behandlung mit einem Medikament (PerioChip©, siehe unten) notwendig. Manchmal ist auch ein zusätzlicher Behandlungstermin von Nöten, um die Knochentaschen mit einer Laserbehandlung zusätzlich zu desinfizieren.

Bei der circa vier Wochen später erfolgenden Nachkontrolle wird entschieden, ob weitere, eventuell chirurgische Maßnahmen erfolgen müssen.

Was beeinflusst die Parodontitis?

Bei der Parodontitis handelt es sich um ein sogenanntes multifaktorielles Geschehen, d.h. diese Erkrankung wird durch die verschiedensten Faktoren beeinflusst und verstärkt. Dazu zählen in erster Linie folgende Dinge:

  • regelmäßige professionelle Zahnreinigung
  • Zahnpflege: elektrische Zahnbürste, Mundspülung, Zahnzwischenraumpflege
  • Bakterienqualität und Bakterienanzahl
  • Rauchen
  • Vererbung
  • Immunsystem
  • Ernährung, regelmäßige Medikamenteneinnahme
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Transplantationen
  • Diabetes, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen
  • Zyklus der Frau

Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten der „Deutschen Gesellschaft für Parodontologie“ unter www.dgparo.de

PerioChip©

Mit dem PerioChip© ist heutzutage eine medikamentöse Unterstützung der „Parodontose-Behandlung“ möglich. Es ist gelungen ein bekanntes wirkungsvolles Medikament in einer neuen Darreichungsform zu entwickeln.

Es handelt sich hierbei um ein Insert in der Größe von 4 x 5 x 0,35 mm. Die Wirksubstanz Chlorhexidinbis-(D)-Glukonat ist in eine Matrix aus Gelatine eingebettet. Dieser kleine Chip wird vom Zahnarzt nach der Reinigung der Zahnfleischtasche in eben diese eingelegt und löst sich dort innerhalb von 7-10 Tagen auf. Dadurch werden die noch in der Zahnfleischtasche vorhandenen, Parodontitis verursachenden Bakterien effektiv reduziert, und das Zahnfleisch in einen entzündungsfreien Zustand gebracht.

Die Vorteile des PerioChips© sind die lokale Wirkung, d.h. das Medikament wirkt nur dort, wo es auch gebraucht wird und nicht im ganzen Körper. Durch Chlorhexidin entstehen außerdem keine Resistenzen der Bakterien, es kommt zu keiner Geschmacksbeeinträchtigung des Patienten, und der Chip löst sich auch von alleine auf, und muss nicht mehr entfernt werden.

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